Was kann man als Betroffener selbst tun?

In der Medizin gelten die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen als unheilbar. Die Definition des Begriffes Heilung ist jedoch auch hier relativ. Heilung kann auch eine Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität oder einfach die Fähigkeit, mit der Krankheit besser zurechtzukommen, bedeuten. Um eine solche relative Heilung zu erreichen, sollte man als Betroffener auch selbst aktiv werden.

 

Psychotherapie und Entspannung

Zwar gelten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht mehr als rein psychosomatisch bedingte Krankheiten, jedoch spielt das seelische Befinden im Krankheitsverlauf eine große Rolle. Vielen Betroffenen hilft eine Psychotherapie, um die Krankheit besser zu bewältigen. Auch das Erlernen von Entspannungsverfahren wie z.B. Autogenes Training, das Entspannungstraining nach Jacobsen oder die Feldenkrais-Methode wirkt sich günstig aus.

Nach Möglichkeit sollten im Alltag Stresssituationen vermieden und ausreichend Ruhe- und Entspannungszeiten eingeplant werden.

 

Selbsthilfe

Alles, was unsere Ausscheidungen betrifft, ist in unserer Gesellschaft häufig mit einem Tabu behaftet. Es mangelt daher oft an Möglichkeiten, offen über die mit der Krankheit verbundenen Probleme zu sprechen. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ermöglicht den Austausch mit anderen Betroffenen. Der Einzelne hat nicht mehr das Gefühl, allein mit seiner Krankheit dazustehen und kann von den Erfahrungen der anderen profitieren. Kontakte mit anderen Betroffenen sind ein erster Schritt hin zur Fähigkeit, mit der Krankheit zu leben und dem Arzt als informierter Patient gegenüberstehen zu können.

Wer sich nicht verbindlich regelmäßigen Gruppentreffen anschließen möchte, dem genügt vielleicht auch schon ein gelegentlicher Kontakt mit anderen Betroffenen, z.B. in einem Einzelgespräch oder beim Offenen Abend der CED-Hilfe e.V.